Tagungsprogramm

Rohrnetz im Griff

Donnerstag, 19. November 2026

in Baden (Trafo)

08.30 Uhr | Eröffnung der Lippuner Fachtagung 2026 mit Leistungsshow und Ausstellung

09.20 – 09.30 Uhr | Begrüssung und Tagesmoderation

Jeannette Lippuner, Fachbereich Wasserrecht, Bad Ragaz

09.30 – 10.00 Uhr | Biofilme in Trinkwassersystemen – ist das Kunst oder muss das weg?

Bakterien und andere Mikroorganismen bilden bereits seit Urzeiten sogenannte Biofilme. Wenig verwunderlich, dass wir solche Biofilme auch in unseren Trinkwassersystemen finden. Unter dem Mikroskop betrachtet erinnern sie an kleine Kunstwerke. Aber was bedeuten sie für das Trinkwassersystem? Sind diese nun negativ und besorgniserregend? Oder doch eher positiv und nützlich? Die Referentin geht diesen Fragen nach und zeigt auf, welche Bedeutung Biofilme für die Wasserversorgung haben.

Lisa Günther, Dr. sc. ETH Zürich, Team- und Projektleiterin ewah AG, Wallisellen

10.05 – 10.35 Uhr | Erhöhte Wassertemperaturen im Trinkwasser

Langanhaltende Hitzeperioden führen zu steigenden Temperaturen. Von dieser Erwärmung sind auch die Bodenzonen betroffen, in denen die Trinkwasserleitungen verlegt sind – mit potenziellen Auswirkungen auf die Trinkwasserqualität. Die konkreten Ausmasse und Folgen dieser Erwärmung wurden im Rahmen von zwei DVGW-Forschungsprojekten bei 16 Wasserversorgungsunternehmen aus verschiedenen Regionen Deutschlands und der Schweiz im Verteilnetz untersucht. Die Ergebnisse liefern erstmals einen fundierten Einblick in den Jahresverlauf der Wassertemperaturen in der Wasserverteilung und deren Einfluss auf mikrobiologische Prozesse. Der Vortrag gibt einen Überblick über die Forschungsprojekte und die wesentlichen Erkenntnisse für die Wasserbranche.

Marcus Rybicki, Dr. rer. nat., DVGW-Technologiezentrum Wasser, Dresden

10.40 – 11.10 Uhr | Pause, Diskussion, Leistungsshow und Ausstellung

11.20 – 11.50 Uhr | Numerische Strömungssimulationen – nur schön oder auch nützlich?

Die numerische Strömungssimulation (oder CFD) macht es möglich, eine beliebige Strömung auf dem Computer im Detail zu analysieren und zu optimieren. Das Verfahren ist nicht neu, aber die verfügbaren Softwaretools sind inzwischen gut genug, um von Nicht-Spezialisten genutzt werden zu können. Der Vortrag zeigt, worin die Unterschiede zur Hydraulik liegen und warum farbige Simulationsergebnisse allein noch keine zuverlässigen Aussagen garantieren. Anhand ausgewählter Beispiele werden konkrete Anwendungsbereiche in der Trinkwasserversorgung vorgestellt.

Henrik Nordborg, Professor Institut für Energietechnik, Ostschweizer Fachhochschule, Rapperswil

11.55 – 12.45 Uhr | Apéro in Ausstellung

12.45 – 13.45 Uhr | Mittagessen in Ausstellung

13.55 – 14.25 Uhr | Problem(los) grabenlos

Eine Rohrleitung wird mittels Spülbohrung verlegt. Doch plötzlich steckt das Rohr fest und nichts bewegt sich mehr. Ein Praxisfall zeigt, wie eine Spülbohrung beim Rohreinzug zum Stillstand kommt – und welche Konsequenzen dies für Kosten, Termine und Risiken hat. Im Fokus stehen die entscheidenden Erfolgsfaktoren und Handlungsmöglichkeiten aus Sicht des Bauherrn.

Urs Brunner, Vorsitzender der Geschäftsleitung, VfA, Buchs

14.30 – 15.00 Uhr | Wenn die Leitung bricht

Rohrbrüche gehören zu den unerwünschtesten Ereignissen in der Wasserversorgung, treten aber trotzdem immer wieder auf. Im Beitrag werden die häufigsten Ursachen erklärt und die Unterschiede zwischen ländlichen und städtischen Netzen aufgezeigt. Zudem wird aufgezeigt, wie sich Versorgungen im Ereignisfall optimal organisieren und welche Schritte sich im Alltag wirklich bewährt haben. Die Hinweise stammen aus konkreten Betriebserfahrungen und zeigen auf, wie sich Schäden schnell eingrenzen, die Versorgung sichern und die Reparatur effizient durchführen lässt. So entsteht ein praxisnaher Einblick, der Wasserversorgungen wertvolle Impulse liefert.

Riccardo Caroppo, Bereichsleiter Wasserversorgung Energie Opfikon AG, Glattbrugg

15.00 – 15.10 Uhr | Diskussion und Verabschiedung

Roberto Pianta, Dipl. Ing. ETH, Widen

15.10 – 16.00 Uhr | Rundgang Ausstellung und Apéro